"Die Schweizer Sopranistin Léonie Renaud nimmt als Musetta mit ihrem klaren Sopran und schauspielerischem Können die Bühne für sich ein." (Februar 2026- Kulturtipp)
…ebenso gilt dies für Léonie Renaud (Elisabeth), eine Sopranistin mit tragfähigen Tiefen und strahlenden Höhen, die zugleich eine hervorragende Schauspielerin ist. (Forum Opéra)
Nach dem Erwerb eines Klavierdiploms an der HEMU in Lausanne begann die Schweizer Sopranistin Léonie Renaud ein Gesangsstudium an der Hochschule der Künste Bern in der Klasse von Janet Perry. Während ihres Studiums wurde sie mit zahlreichen Stipendien und Förderpreisen ausgezeichnet.
Für eine Saison war sie Solistin in der Nachwuchsförderung am CNIPAL in Marseille, wo sie von Künstlerpersönlichkeiten wie Patricia Petibon und Edith Mathis profitierte. Künstlerische Impulse erhielt sie von Delphine Gillot, Paolo Vaglieri und Nathalie Spinosi.
Sie gewann einen Sonderpreis beim Internationalen Wettbewerb von Spoleto (Italien) mit der Interpretation der Gilda (Rigoletto) sowie den 3. Preis bei den Paris Opera Awards.
Nach ihrem Auftritt als Frasquita in Carmen bei den Bregenzer Festspielen 2018 wurde sie im darauffolgenden Jahr für Rigoletto und Don Quichotte erneut eingeladen, zwei Neuproduktionen, die bei Unitel auf DVD erschienen sind, begleitet von den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Enrique Mazzola und Daniel Cohen.
Sie gab ihr Debüt am Grand Theatre in Shanghai als Marie in La Fille du Régiment an der Seite von Alessandro Corbelli. Sie sang Sophie in Werther an den Opernhäusern von Metz, Massy und Reims (Produktion ausgestrahlt auf France 3). An der Opéra de Lausanne war sie Maria Luisa (La Belle de Cadix) und Pauline (La Vie parisienne).
Weitere Rollen umfassen Najade (Ariadne auf Naxos) in Toulon und Luzern, Gretel (Hänsel und Gretel), Blondchen (Die Entführung aus dem Serail), Marzelline (Fidelio) sowie Eurydike in der Berlioz-Fassung von Orphée et Eurydice an der Opéra de Metz. 2024 wurde sie vom TOBS! eingeladen, Galatea in Acis and Galatea zu verkörpern.
Léonie Renaud arbeitete mit Dirigenten wie Antonino Fogliani, Jordan de Souza, David Reiland, Paolo Arrivabeni, Thomas Rösner, Franco Trinca, Kaspar Zehnder und Facundo Agudin. Sie tritt bei zahlreichen renommierten Festivals auf und wurde nach Montreal eingeladen, um im Rahmen der Jeunes Ambassadeurs Lyriques eine Konzertreihe zu geben.
Sie trat an der Opéra National de Lorraine in Nancy in La Belle Hélène auf und sang kürzlich unter der Leitung von Victorien Vanoosten in einer Neuproduktion von Pelléas et Mélisande.
Sie wurde eingeladen, die zeitgenössische Oper Der herzlose Riese mit dem Philharmonischen Orchester Luxemburg unter der Leitung von David Niemann zu kreieren, in der sie die Titelrolle übernimmt.
Sowohl im Opern- als auch im Oratorienrepertoire zuhause, interpretiert sie große symphonische Werke wie Les Nuits d’été (Berlioz), Mahlers 4. Symphonie, Beethovens 9. Symphonie sowie Die Schöpfung (Haydn) u. a. mit dem Philharmonischen Orchester Straßburg.
Zu ihren kommenden Engagements zählen Musetta (La Bohème), Ein deutsches Requiem (Brahms), Stabat Mater (Dvořák), Krönungsmesse (Mozart) und Harmoniemesse (Haydn) mit dem OCL sowie Beethovens 9. Symphonie.
Ihr erstes Trio-Album „Secret Songs“ mit Damien Bachmann (Klarinette) und Christian Chamorel (Klavier) erschien Ende 2025 beim Label Indésens Calliope Records.